Implantate
Die Beratung
Vor jeder restaurativen zahnärztlichen Therapie (Herstellung von Zahnersatz) sollten in einer ausführlichen Beratung dem Patienten alle möglichen Therapievarianten mit ihren Vor- und Nachteilen erläutert werden. Auch wenn z. B. die Implantatversorgung in der Regel die teuerste Versorgungsvariante darstellt, sollte dem Patienten diese Möglichkeit nicht vorenthalten werden, da u. U. das Beschleifen gesunder Zähne entfallen kann. Es sind in dem Aufklärungsgespräch die zweifelsfreien Vorteile einer Implantattherapie darzustellen, aber auch die der Methode innewohnenden Risiken. Während eine Lückenschließung mit Kronen oder Brücken oder die Versorgung eines zahnlosen Kiefers mit einer Totalprothese kein gesundheitliches Risiko für den Patienten darstellt (bis auf die mögliche Schädigung gesunder Zähne), handelt es sich bei der Implantation zuerst um einen chirurgischen Eingriff. Dies erfordert – wie jeder chirurgische Eingriff – eine gründliche allgemeine Untersuchung des Patienten. Die Selbstauskunft des Patienten zu seinen Erkrankungen, Allergien und Medikamenteneinnahmen ist dabei sehr wichtig.
Wichtig:
- Gesundheitliche Risiken müssen bekannt sein, da sie einen operativen Eingriff ausschließen, einschränken oder besondere Zusatzmaßnahmen erfordern können.
- Vor einer Implantation kann so auch die Konsultation des praktischen Arztes notwendig werden.
Vor dem eigentlichen chirurgischen Eingriff muss eine gründliche Aufnahme des lokalen Befundes erfolgen. Neben der klinischen Untersuchung (Beurteilung der Schleimhaut, der Zunge, der Muskulatur, des Restzahnbestandes, der Höhe und Breite der Kiefer, der umgebenden Weichteile, der Abstände zwischen den Kiefern u. a. mehr) ist es vor allem die Röntgenuntersuchung, die genauere Informationen über das „Knochenangebot“ in der zu implantierenden Region erlaubt. Diese Diagnose zum „Knochenangebot“ ist das wichtigste Entscheidungskriterium für eine Implantation. Nach dem Verlust der Zähne kommt es – in Abhängigkeit vom Alter und individuellen disponierenden Faktoren – zum Abbau des Knochens (Alveolarfortsatzes). Diese Knochenatrophie kann so weit gehen, daß eine Implantation nicht mehr möglich ist bzw. nur mit risikoreicheren Zusatzoperationen noch realisiert werden kann.
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