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Daumenlutschen und Co. schaden Zähnen und Kiefer
Das Kleinkind möglichst früh davon entwöhnen
Schon für Säuglinge gilt: Vom Dauer- oder Trostnuckeln, selbst nur mit Wasser im Fläschchen, ist in jedem Fall abzuraten. Durch das Dauernuckeln wird der Speichel von der Zahnoberfläche weggespült und verhindert die Remineralisation des Zahnschmelzes zwischen den Mahlzeiten. Still- oder Flaschenmahlzeiten sollten deshalb auf möglichst wenige Male am Tag beschränkt werden. Gut für Kiefer und Zähne ist es, wenn das Kleinkind nach dem ersten Lebensjahr so früh wie möglich vom Trinken aus der Flasche auf Becher und Tasse umsteigt.
Zwangsmaßnahmen, wie sie in Struwwelpeters „Der Daumenlutscher“ beschrieben sind, sind heutzutage jedoch nicht mehr notwendig. Es kostet lediglich ein wenig Disziplin und pädagogisches Geschick der Eltern, ihren Kindern das Nuckeln am Daumen, am Schnuller sowie am Fläschchen abzugewöhnen. Prof. Christopher Lux von der Universität Heidelberg weist darauf hin, dass es für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr so genannte Entwöhnungssauger gibt, die so konstruiert sind, dass die Frontzähne auf keinen Fremdkörper mehr beißen. In der Regel dauert es nur wenige Wochen, um das Kleinkind vom Lutschen abzubringen.
Auch sollte schon ab dem ersten Milchzahn der regelmäßige Zahnarztbesuch selbstverständlich sein. So können Fehlbildungen am Zahn oder Kiefer frühzeitig erkannt und behoben werden. Sie können nämlich auch dazu führen, dass Kinder – insbesondere nachts – bevorzugt durch den Mund atmen. Dadurch trocknet die Mundschleimhaut leichter aus, das fördert die Bildung von Zahnbelägen, ein idealer Nährboden für Kariesbakterien. Zahnbeläge lassen sich durch regelmäßige konsequente Mundhygiene beseitigen, dann hat auch die Karies keine Chance.
Quelle: Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten
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