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Zahn-Verfärbungen: Es muss nicht immer Karies sein

Kinderzähne können auch durch gestörte Mineralisierungsprozesse unschöne Flecken aufweisen.
 
Wenn Kinder beim Zähneputzen besondere Anzeichen von Empfindlichkeit zeigen und unschöne Flecken die Zähne verunzieren, ist es höchste Zeit für einen Zahnarztbesuch mit dem betroffenen Nachwuchs. Nicht immer ist Karies die Ursache. Flecken können auch durch eine fehlerhafte Einlagerung von Kalzium und Phosphat in den Zahnschmelz entstehen. Die Zahnschmelzbildung durch spezielle Zellen (Ameloblasten) erfolgt bei den Schneidezähnen zwischen dem dritten Lebensmonat und dem fünften Lebensjahr und beim ersten großen Backenzahn setzt sie schon vor der Geburt im achten Schwangerschaftsmonat ein und dauert bis zum vierten Lebensjahr. Eine Störung der Mineralisation kommt bei bis zu 19 Prozent der Kinder vor und gehört somit zu den häufigen Beeinträchtigungen bei der Zahnbildung. Als Ursachen dafür kommen beispielsweise Infektionskrankheiten wie Mumps oder Masern, stoffwechsel- oder ernährungsbedingte Störungen im Mineralstoffhaushalt, oder Lungenerkrankungen wie etwa Asthma in Frage.
 
Ein Zahn mit unzureichend ausgebildetem Schmelz ist sehr empfindlich gegenüber Wärme oder Kälte sowie chemischen und mechanischen Reizen. Kinder empfinden dann das Putzen als schmerzhaft und tun sich mit der Mundhygiene schwer. Der Zahnarzt wird mit geeigneten Mitteln, beispielsweise einer Versiegelung, die Behandlung einleiten. Eine besonders gute Mundhygiene ist erst recht wichtig, damit nicht zu viel der bereits geschädigten Zahnsubstanz verloren geht.
 

Quelle: IME, Frankfurt/Main, Pressemeldung Juli/August 2007.

 
 
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