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Zahnunfall beim Wintersport
Wer richtig handelt, kann den verletzten Zahn meist retten
Bei Wintersportarten wie Skifahren, Snowboarden und Eishockey kann es schnell passieren: Der Sportler stürzt, ein Zahn wird gelockert, verschoben, bricht ab oder wird ausgeschlagen. Wenn dies passiert, gilt es, einen klaren Kopf zu bewahren und richtig zu handeln. Die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) gibt Tipps, was bei einem Zahnunfall zu beachten und zu tun ist. „Der Verletzte sollte umgehend von einem Zahnarzt behandelt werden“, rät Christian Berger, Vizepräsident der BLZK, „dann kann der Zahn meist gerettet werden.“
Auf einen Unfall folgen Schreck, Schmerzen und die Angst, einen Zahn oder ein Zahnstück unwiederbringlich verloren zu haben. Blutet der Verletzte im Mund, hilft ein leichter Biss auf ein Stofftaschentuch. Dann gilt es, den verlorenen Zahn zu finden und zu konservieren. Wichtig: Niemals die Zahnwurzel, sondern nur die Zahnkrone anfassen, da sich auf der Wurzel lebende Zellen befinden. Der Zahn darf nicht abgewaschen werden.
Zahn feucht halten und möglichst schnell zum Zahnarzt
Konservieren lässt sich ein Zahn am längsten in einer sogenannten Zahnbox – und zwar bis zu 25 Stunden lang. Eine Zahnbox gibt es beim Zahnarzt oder in der Apotheke und ist vor allem für Kindergärten, Schulen und Sportstätten sinnvoll. Da die wenigsten Sportler eine Zahnbox bei sich haben, ist bei ihnen Improvisationsgeschick gefragt: Bis zu sechs Stunden lässt sich ein Zahn(stück) in einem Glas kalter H-Milch aufbewahren, kurze Zeit auch in steriler Kochsalzlösung. Wer keines dieser Hilfsmittel zur Verfügung hat, konserviert den Zahn in der Backentasche oder unter der Zunge.
Jetzt heißt es: möglichst schnell zum Zahnarzt! Der Notfall sollte telefonisch angekündigt werden. Was ist passiert? Wie, wann und wo ist der Unfall geschehen? Sind Milch- oder bleibende Zähne betroffen? Wurden Weichteile wie Wangen, Nase, Lippen, Zunge und/oder Zahnfleisch verletzt?
Der sofortige Besuch beim Zahnarzt ist auch dann anzuraten, wenn bei einem Unfall auf den ersten Blick kein Zahn verletzt zu sein scheint, denn es können Folgeschäden auftreten, beispielsweise an der Zahnwurzel.
Quelle: Bayerische Landeszahnärztekammer, München
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