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Alkohol kann das Zahnfleisch schädigen
Diese Studie hat einen positiven Zusammenhang zwischen Alkoholaufnahme und Parodontitis gefunden. Dabei zeigten Männer, die Alkohol konsumieren, ein 18–27% höheres Krankheitsrisiko als Abstinenzler. Die Ergebnisse stammen aus einer 1986 begonnenen Health Professionals Follow-up Study (USA) an 51.529 männlichen Angehörigen des Gesundheitswesens (einschließlich Zahnärzten) im Alter von 40–75 Jahren. Nach Ausschluss aller, die schon zu Beginn über Parodontitis, Herzinfarkt oder Schlaganfall berichteten, oder deren Ernährungsprotokoll lückenhaft war, konnten Daten von 39.461 Personen ausgewertet werden. Die Alkoholaufnahme wurde zum Studienbeginn und später im 4-Jahres-Rhythmus mit Hilfe eines Ernährungs-Fragebogens festgehalten.
Die Beschreibung der parodontalen Situation beruht auf Eigenangaben, verglichen mit Röntgenbefunden. Die Analysen wurden für Alter, Rauchen, Diabetes, Body-Maß-Index, körperliche Aktivitäten, Zeit und Kalorienaufnahme durchgeführt. Im Verlauf der Studie traten 2.125 Fälle von Parodontitis auf. Es ergab sich kein klares Beziehungsmuster zwischen speziellen Getränken und Parodontitis: eine leichte Erhöhung des Risikos durch Rotwein war nicht signifikant. Insgesamt konsumierten die Personen von minimal 0,1–4,9 g Alkohol/Tag bis zu maximal über 30 g/Tag. Die Wirkung wird zurückgeführt auf eine Funktionsbeeinträchtigung verschiedener Zellen im Blut – mit der Folge einer höheren Infektionsneigung. Die Ergebnisse legen nahe, dass Alkoholkonsum ein unabhängiger variabler Risikofaktor für Parodontitis sein könnte.
Quelle: Pitiphat, W., Merchant, A.T., Rimm, E.B. et al.: Alcohol consumption increases periodontitis risk. J Dent Res 82, 509–153 (2003).
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