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Saure Süßigkeiten greifen Kinderzähne mehr an als Zucker allein

(dpa) – Saure Süßigkeiten können Kinderzähne stärker schädigen als rein zuckerhaltige. Darauf hat die nordrheinwestfälische Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn (Grüne) in Düsseldorf hingewiesen. Die in sauren Fruchtgummis und Brausen enthaltene Zitronensäure greife besonders den Zahnschmelz von Kinderzähnen an.
Zähneputzen verstärke die schädigende Wirkung sauerer Naschereien sogar noch. „Durch das Schrubben mit der Zahnbürste wird die durch die Säure porös gewordene obere Zahnschicht erst recht abgerieben“, sagte Höhn. Wissenschaftler empfehlen daher, den Mund mit Wasser oder noch besser mit Milch zu spülen. Dadurch werde die Säure verdünnt und die in der Milch enthaltenen Mineralien könnten die körpereigene Reparatur der Zähne beschleunigen. Höhn hatte nach einem Hinweis des Berliner Bundesinstituts für Risikobewertung 173 Produkte auf ihren pH-Wert untersuchen lassen. Dabei habe mehr als jede zweite Probe einen Wert von zwei bis drei ergeben. Der natürliche pH-Wert des Speichels im Mundraum liegt bei sieben bis acht. Höhn forderte daher einen Warnhinweis auf den Verpackungen der betroffenen Süßwaren und Getränke, dass die Zahngesundheit bei übermäßigem Verzehr in Gefahr ist. Speziell als zahnfreundlich ausgezeichnete Produkte dürfen nach Angaben des Ministeriums einen pH-Wert von 5,7 nicht unterschreiten. Für die Verwendung von Zitronensäure gibt es keine vorgeschriebene Höchstmenge.

Quelle: Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e.V.

 
 
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