Oralchirurgie
Gründe für die Entfernung von Weisheitszähnen
Die Weisheitszähne sind die hintersten Zähne in der Zahnreihe (von der Zahnmitte gezählt die achten). Sie entwickeln sich spät und brechen meist erst im Erwachsenenalter oder gar nicht durch. Selten finden sich dahinter sogar noch überzählige Weisheitszähne, die so genannten Neuner.
Solange die Weisheitszähne keine Beschwerden verursachen, können Sie im Kiefer belassen werden. Bei ausreichendem Platz, vollständigem Durchbruch und korrekter Lage können sie wie die anderen Zähne zum Kauen genutzt werden. Häufig treten jedoch Probleme auf, welche eine operative Entfernung erfordern.
Die häufigsten Gründe für die Weisheitszahn-Entfernung
- Verlagerung
- Fehlstellungen
- Erschwerter Durchbruch
- Erschwerte Pflege
Verlagerung
Oft sind Weisheitszähne falsch ausgerichtet und drücken gegen die Nachbarzähne. Dies kann teilweise starke Schmerzen im Bereich des Gesichts und der Ohren verursachen.
Fehlstellungen
Bei Platzmangel im Kiefer kommt es beim Durchbrechen der Weisheitszähne häufig zur Verdrängung der anderen Zähne. Dadurch entstehen nicht selten Zahnfehlstellungen oder Engstände, die kieferorthopädische Behandlungen erforderlich machen. Um diese zu verhindern, ist eine frühzeitige Entfernung der Weisheitszähne oftmals sinnvoll.
Erschwerter Zahndurchbruch
Da die Weisheitszähne erst spät wachsen, kann der Zahndurchbruch erschwert sein. Die Weisheitszähne haben dann nicht genug Platz und brechen nur teilweise oder gar nicht durch. Auch dies kann Schmerzen auslösen, welche sich bis auf Nacken und Arme ausbreiten können.
Erschwerte Pflege
Weisheitszähne sind meist nicht so fest wie andere Zähne. Dadurch brechen sie leicht oder entzünden sich. Aufgrund der schwächeren Mineralisation ist auch ihre Anfälligkeit für Karies höher als die der anderen Zähne. Zudem erschwert ihre Position am hinteren Ende der Zahnreihe die Reinigungsmöglichkeiten.
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