Meine Zähne
 
Patientenportal Das Portal für Patienten
Zahnarztsuche
Arzt-Login
PatientenportalParodontologieErkrankungenZahnfleischerkrankungen
 
   

Parodontologie

Zahnfleischerkrankungen - ein Massenphänomen

Kaum ein  anderes Organ ist so häufig von krankhaften Veränderungen betroffen wie das Zahnfleisch. Experten schätzen, dass ca. 80 Prozent der erwachsenen Deutschen von Zahnfleischerkrankungen wie z.B. Gingivitis (Zahnfleischentzündung) betroffen sind.

Im Rahmen einer Pressekonferenz im September 2004  berichtete die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V., dass ca. 40 bis 50 Prozent der Erwachsenen an einer Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) leiden. Das sind erschreckende Zahlen, besonders wenn man weiß, wie folgenschwer eine scheinbar so harmlose Erkrankung sein kann. Zahnfleischerkrankungen sind nicht nur weit verbreitet, sie bleiben darüber hinaus auch oft unerkannt und werden von den Betroffenen in der Regel sehr unterschätzt. Therapiebedarf hätten etwa 25 Millionen Erwachsene, bei denen sich bereits Zahnfleischtaschen von vier und mehr Millimetern Tiefe gebildet haben. Mehr als 15 Prozent weisen sogar Zahnfleischtaschen von mehr als sechs Millimetern auf (Quelle DGP).
Die ersten Anzeichen einer Zahnfleischerkrankung werden oft kaum wahrgenommen, da sie nicht als störend empfunden werden. Eine leichte Rötung des Zahnfleisches oder eine kleine Blutung beim Zähneputzen, die auch noch recht schnell wieder nachlässt, wird kaum zum Anlass genommen einen Zahnarzt aufzusuchen. Im Anfangsstadium treten noch keine Schmerzen auf. Oft behandelt der Betroffene die entzündete Stelle sogar mit besonderer Vorsicht und reinigt sie deshalb nicht gründlich genug. So können sich die Bakterien weiter ausbreiten und die Krankheit weiter fortschreiten. Kaum einer kennt die möglichen Folgen, die aus einer unbehandelten Zahnfleischentzündung erwachsen können:

 

  • Parodontitis ist der häufigste Grund für Zahnverlust bei Erwachsenen (Quelle DGP).
  • Parodontitis ist der größte einzelne Risikofaktor für koronare Herzerkrankungen und hat damit eine größere Bedeutung als das Rauchen (Quelle: www.parodontosehilfe.de).
  • Diabetes mellitus Typ II kann nicht erfolgreich behandelt werden, wenn nichts gegen eine bestehende Parodontitis unternommen wird (Quelle: www.parodontosehilfe.de).
  • Durch eine Parodontitis kann das Risiko einer Frühgeburt um das 7-fache  steigen (Quelle: www.parodontosehilfe.de).


Hätten Sie gedacht, dass ein „bisschen Zahnfleischbluten“ solch gravierende Folgen haben könnte? Sicher nicht, denn leider schenken die meisten Menschen ihrem Zahnfleisch nur wenig Beachtung. Sollten Sie eines oder mehrere der folgenden Merkmale bei sich festgestellt haben, so sollten Sie unbedingt einen Termin mit Ihrem Zahnarzt vereinbaren:

 

  • Zahnfleischbluten, intensiv dunkelrot gefärbtes Zahnfleisch
  • Zahnfleischschwellungen
  • übermäßiger Zahnbelag
  • Mundgeruch
  • Rückgang des Zahnfleisches
  • „Wanderung“ der Zähne.


All diese Merkmale sind Hinweise, aber natürlich ist nicht jede Veränderung unseres Zahnfleisches gleich lebensbedrohlich. Sie sollten uns jedoch veranlassen einen Zahnarzt aufzusuchen, um Schlimmeres zu vermeiden. Er kann beurteilen, ob es akuten Handlungsbedarf in Form verschiedener Therapien gibt und informiert, wie durch richtige Zahnpflege künftige Probleme zu vermeiden sind. Der Laie kann nicht erkennen, wie schwerwiegend die Erkrankung des Zahnfleisches ist, ob es sich um eine Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis) oder schon um eine Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) handelt. Auch Mundkrebs ist eine Diagnose, die häufiger gestellt wird als man denkt. Selbst junge Leute können davon betroffen sein. Bei rechtzeitiger Therapie sind in fast allen Fällen schwerwiegende Folgen, wie z.B. Zahnverluste, zu verhindern. Selbst Mundkrebs kann, sofern frühzeitig behandelt, in fünfzig bis neunzig Prozent der Fälle geheilt werden.
Da fast jeder zweite Erwachsene von Zahnfleischveränderungen betroffen ist, sind Aufklärung und Information dringend erforderlich. Auf den nächsten Seiten erfahren Sie mehr über die verschiedenen Erkrankungen, die Therapiemöglichkeiten und was man tun kann, um sie zu vermeiden.

Mehr zum Thema

Lesen Sie in unserem Beitrag, welche weiteren Erkrankungen in der Mundhöhle auftreten können.

mehr

 
 
Unsere Fachgebiete
Unsere Fachgebiete
druckenSeite weiterempfehlen  
© 2010 Oemus Media AG - Alle Rechte vorbehalten