Zahnerhalt
Wurzelkanalfüllungen
Im letzten Schritt einer Wurzelbehandlung müssen die Wurzelkanäle wieder vollständig verschlossen werden. Dazu wird in den Zahn ein Wurzelkanalstift eingebracht und die Wurzel mit einer speziellen Paste gefüllt. Gern genutzt werden vor allem Wurzelstifte aus gummiartigem Guttapercha, welche nach Erhitzung fließfähig sind und so in Kombination mit einer Wurzelpaste selbst feinste Verzweigungen dicht verschließen. Für die Restauration gibt es eine Vielzahl an Füllmaterialen, bei denen heute vor allem auf eine hohe Bioverträglichkeit und Dichtigkeit geachtet wird. Als besonders bioverträglich gilt Silikon, daneben werden auch moderne Füllungen aus Komposit, Polyester oder klassischem Kunstharz zur Abdichtung genutzt.
Risiken für Misserfolge
Die Wurzelfüllung sollte bis ca. 1 mm vor der Wurzelspitze reichen. Ragt sie durch die Wurzel in den Kieferknochen hinaus, kann sich dieser entzünden und starke Schmerzen verursachen. Bleibt jedoch ein größerer Teil der Wurzel unbehandelt, kann dies zu einer erneuten Wurzelentzündung führen.
Nach Abschluss der Wurzelbehandlung sollte der Zahn zudem möglichst zeitnah mit einer Füllung, Krone oder Teilkrone versorgt werden, um einer wiederholten Wurzelentzündung vorzubeugen.
Erfolgsaussichten
Ob eine Wurzelbehandlung erfolgreich war, zeigt sich meist erst nach etwa drei bis zwölf Monaten in einer Röntgenuntersuchung oder im Fall eines Misserfolgs anhand erneut auftretender Symptome. Bei erfolgloser Behandlung muss die Wurzelbehandlung wiederholt oder eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt werden. Schlimmstenfalls kann auch eine Extraktion des Zahns nötig sein. Die meisten Behandlungen verlaufen heute jedoch aufgrund moderner Techniken und Materialien erfolgreich.
|