Zahnersatz
Versorgungsmöglichkeiten
Fehlende oder beschädigte Zähne sollten funktionell und ästhetisch ansprechend versorgt werden. Welche Möglichkeiten es gibt, soll diese Übersicht darstellen.
Füllungen
Durch das Entfernen von Zahnkaries bleiben im Zahn „Löcher“ (Kavitäten) zurück. Diese müssen mit geeigneten Materialien gefüllt werden. Grundsätzlich werden die Füllungsmaterialen in zwei Gruppen eingeteilt. Die plastischen Füllungen (Amalgam) werden in weicher Form in die Kavität eingebracht und härten im Zahn aus. Die nicht-plastischen Füllungen (Gold, Keramik) werden im zahntechnischen Labor angefertigt und dann in den Zahn eingepasst.
Füllungstypen:
- Amalgam
- Metall-Legierung aus Silber, Zinn, Kupfer, Quecksilber. Anwendung bei Backenzähnen, hält 8 bis 10 Jahre.
- Gold
- Anwendung bei Backenzähnen, hält 10 bis 15 Jahre.
- Keramik
- Kristalle, eingebettet in ein Gefüge aus Glas. Anwendung bei Backenzähnen, hält bis zu 12 Jahren.
Krone
Ist ein Zahn so weit geschädigt, dass er mit einer Füllung nicht mehr wiederaufgebaut werden kann, so kann er mit Hilfe einer Krone wiederhergestellt werden. Diese umfasst den gesamten in der Mundhöhle ragenden Teil des Zahnes und gibt ihm so seine Stabilität wieder. Eine Krone überzieht als "schützende Hülle" den vorher beschliffenen Zahn aus Metall oder Keramik oder einer Kombination aus beiden Werkstoffen.
Brücke
Fehlen einzelne Zähne und sind noch genügend geeignete Zähne vorhanden, so kann festsitzender Zahnersatz in Form einer Brücke eingegliedert werden, die mit Hilfe von Kronen verankert wird.
Replantation
Hierbei handelt es sich um das Wiedereinsetzen eines meist ungewollt entfernten Zahnes. Zum größten Teil bedingen Unfälle einen solchen vollständigen Zahnverlust. Ist der Zahn nicht gebrochen, kann der Zahn an seine alte Stelle im Kiefer wieder eingesetzt werden. Der Zahnhalteapparat ist zwar zerstört, aber ein knöchernes Anwachsen des Zahnes ist möglich. Der Zahn wird durch den Zahnarzt geschient, so dass er in seiner Position bleibt und kann ggf. noch mehrere Jahre in dieser Form im Munde verbleiben.
Inlay
Ein „Loch“ im Zahn kann heute auf verschiedene Arten gefüllt werden. Bei kleinen Defekten eignen sich plastische Füllungsmaterialien, wie Kunststoff oder Amalgam. Sind die Defekte jedoch größer, sind Einlagefüllungen (Inlays) die optimale Lösung. Inlays (Einlagefüllungen) sind vom Zahntechniker hergestellte Füllungen, die in den Zahn einzementiert bzw. eingeklebt werden. In vielen Fällen ist es aus Gründen der Stabilität des Zahnes erforderlich, die Zahnhöcker zu überdecken. Dann spricht man von Onlays.
Veneers
Veneers sind etwa 0,5 mm dünne, im zahntechnischen Labor hergestellte Verblendschalen aus keramischen Werkstoffen, die vor allen auf die sichtbaren Flächen von Frontzähnen geklebt werden, um deren Erscheinungsbild zu verbessern. Einsatz finden Veneers z.B. bei inneren Verfärbungen der Zähne, bei Zahnschmelz-Missbildungen, bei unfallgeschädigten Zähnen oder um die Zahnform zu verbessern. Keramik ist heute für Verblendschalen das Material der Wahl, da hiermit die Farbe des Zahnes und der Oberflächenstruktur am besten nachgeahmt werden können.
Cerec Verfahren
CEREC ist ein Computersystem, mit dem die Herstellung zahnfarbener Keramikfüllungen oder Kronen möglich ist. Die größten Vorteile bestehen darin, dass die Restauration nur aus Keramik besteht, das Material zahnfarben ist und somit alle ästhetischen Patientenwünsche erfüllt werden können. Besonders mit dem Cercon System können vollkeramische Kronen und bis zu viergliedrige Brücken im Front und Seitenzahnbereich hergestellt werden. In Einzelfällen sind, je nach Abstand der überbrückten Zähne, sogar bis zu sechsgliedrige Brücken möglich
Implantate
Zahnärztliche Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die im Kieferknochen fest verankert werden und herausnehmbaren oder festen Zahnersatz tragen.
Als Materialien werden heute vorwiegend Titan, Keramik oder Kombinationen von beiden Werkstoffen verwendet. Der im Knochen sitzende Teil des Implantats ist meist zylindrisch oder in Form einer Schraube gestaltet.
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